Ende der Diskussion

Leben wir im Gefängnis der Kommunikation?

Wir machen uns viele Gedanken darüber, wie wir kommunizieren. Wie kommt das? Darüber sprechen wir mal wieder zu zweit, und machen uns Gedanken über das allgegenwärtige Erfordernis der Kommunikation. Vorstellen kann man sich das nicht mehr, aber: das war nicht immer so. Dafür gehen wir zunächst dem Urvater aller kommunikativen Gespenster nach: dem Kommunismus. Wir entdecken Parallelen zur Diskussion, welche Rolle die Massenmedien für den Erfolg der AfD haben. Kommunikation schafft Realität.

Das Problem ist aber nicht mehr auf Redaktionen beschränkt. Wer soziale Medien nutzt, muss auswählen. Doch sind wir dieses Zwanges, die richtigen kommunikativen Entscheidungen, zu fällen, nicht müde geworden? Auf diese negative Weise entdecken wir die Zwänge der Massengesellschaft, wie sie Michael Makropoulos in seiner Theorie der Massenkultur beschrieben hat. Es ist der „strukturelle Effekt des anonymen Zwangs zur kommunikativen Anschlussfähigkeit“, der uns beschäftigt. Man soll nicht nicht kommunizieren können.

Doch ist das so einfach? Wir lesen Auszüge aus der Minima Moralia von Theodor W. Adorno, der schon ein gutes Gespür dafür hatte, was es bedeutet, wenn das soziale Leben auf diskursive Verständigung reduziert wird. Auf die „liberale Fiktion“, dass sich alle Gedanken kommunizieren lassen müssten und sollten. Doch ist das wirklich so schlimm? Gibt es überhaupt positive Alternativen zur Kommunikation – jenseits von Gewalt?

Musik: JBlanked – Send Me

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