Die kommenden Welten

Mit Kirsten Meyer über Zukunftsethik

Die Zukunft ist ungewiss. Sie ist genuin offen und entzieht sich immer wieder unseren Vorhersagen. Das stellt eine ethische Reflexion des politisch Wünschenswerten vor handfeste Probleme. Welche Rechte haben Menschen, die noch gar nicht existieren? Welche Ansprüche an ein gutes Leben darf man zukünftigen Lebensformen unterstellen? Gibt es einen moralischen Generationenvertrag, der jeder Generation verbietet, die kommende schlechterzustellen? Ist das Überleben der Spezies überhaupt intrinsisch wertvoll und moralisch geboten?

Was schulden wir künftigen Generationen?“, fragt die Philosophin Kirsten Meyer in ihrem gleichnamigen Buch. Darin versucht sie, die Ansprüche der Milliarden Ungeborenen präziser zu bestimmen und philosophisch zu rechtfertigen. Für sie widerspricht unser Ressourcenverbauch nicht nur intergenarationeller Gerecktigkeit, sondern auch Prinzipien fundamentaler Menschlichkeit.

Wir diskutieren mit ihr darüber, in welchen Kategorien sich über Zukunftsethik nachdenken lässt und ob ethische Überlegungen überhaupt eine politische Relevanz besitzen. Sind sie gegenüber globalen Dynamiken mehr als fromme Wünsche?

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