Dicker als Wasser

Mit Christopher Neumaier über die Geschichte der Familie im 20. Jahrhundert

Der moderne Staat hatte immer ein wachsames Auge auf der Familie. Sowohl im Kaiserreich und der Weimarer Republik als auch in Nazideutschland, der DDR und der BRD galt die Familie als Stabilisator der Gesellschaft. Was eine »richtige« Familie ausmacht, blieb allerdings kontrovers. Von der bürgerlich-christlichen Idealfamilie über die »respektable Arbeiterfamilie« und die »erbgesunde« deutsche Familie bis hin zur familialen Lebensform der Unverheirateten waren die Erscheinungsformen so divers wie umkämpft.

Unser Gast Christopher Neumaier (ZZF, HSU) hat eine Studie zur Familie im 20. Jahrhundert publiziert. Darin zeichnet er den Wandlungsprozess der kulturellen Ideale, juristischen Regulierungen und alltäglichen Praktiken nach, in deren Spannungsfeld die Institution der Familie in den letzten 150 Jahren stand.

Wir sprechen mit ihm über die Dominanz des bürgerlichen Familienideals, die juristischen Wandlungen im Familienrecht, den Kampf um die geschlechtliche Arbeitsteilung, aber auch über Einbauküchen und die Pille.

2 Gedanken zu “DNB047: Dicker als Wasser

    1. Ja, das ist in der Tat die große Leerstelle. Die Frage nach der Funktion von Familie war ja der Versuch, noch ein bisschen soziologischer zu werden, dafür war das aber nicht das richtige Gespräch. Damit kommt Biopolitik auf die Liste der Themen, denen wir uns noch widmen werden!

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